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Abflussreinigung in Großküchen - Verstopfungen und Gerüche vorbeugen
Verstopfte Abflüsse und unangenehme Gerüche gehören zu den häufigsten Problemen in Berliner Gewerbeküchen. Wir zeigen, wie diese entstehen, wie sie vermieden werden und welche Vorschriften für Fettabscheider und Abwassersysteme gelten.
Das Wichtigste in Kürze
- Fett ist die hauptsächliche Ursache für verstopfte Abflüsse in Gewerbeküchen und muss regelmassig aus dem System entfernt werden
- Ein Fettabscheider ist in Berlin für jede Gewerbeküche gesetzlich vorgeschrieben und muss regelmässig geleert werden
- Bakterien in Abflüssen erzeugen die meisten Gerüche; biologische Reiniger lösen das Problem nachhaltig
- Regelmassige Heisswasser-Spülungen verhindern Fettablagerungen in den Leitungen und verlängern die Lebensdauer der Installation
Häufige Irrtümer zur Abflussreinigung in Küchen
Bevor wir in die Details gehen, räumen wir mit den verbreitetsten Fehlannahmen auf, die uns in der täglichen Praxis begegnen.
Heisswasser löst Fett im Abfluss auf
Viele Küchenchefs giessen kochendes Wasser in den Abfluss, um Fett zu lösen. Das funktioniert kurzfristig, verschlimmert das Problem aber langfristig.
Heisswasser verfestigt Fett weiter unten in der Leitung
Heisswasser löst das Fett zwar im Siphon, jedoch in den kühleren Abwasserleitungen unter dem Gebäude verfestigt sich das Fett wieder. Dort entsteht mit der Zeit eine harte Schicht, die nur noch maschinell entfernt werden kann.
Chemische Abflussreiniger lösen das Geruchsproblem
Chemische Reiniger fressen sich durch die Verstopfung, doch sie töten auch die Bakterien, die das Abwassersystem am Arbeiten halten. Das Ergebnis: Das Geruch kommt zurück, schlimmer als zuvor.
Biologische Reiniger sanieren das Abwassersystem nachhaltig
Bakterielle Reiniger enthalten Mikroorganismen, die organisches Material und Fett abbauen. Sie stellen das biologische Gleichgewicht im Abfluss wieder her und verhindern unangenehme Begleiterscheinungen auf Dauer.
Ursachen für verstopfte Abflüsse und Gerüche
Gewerbeküchen produzieren täglich Literweise Fett, Öl und Speisereste, die über den Abfluss entsorgt werden. Die Menge übersteigt bei Weitem, was ein normales Abwassersystem bewältigen kann. Drei Faktoren führen zu Problemen.
Fettablagerungen. Fett und Öl aus Bratensaucen, Frittierfett und Speiseöl setzen sich in den Rohrwandungen ab. Mit der Zeit bilden sich dicke Schichten, die den Rohrquerschnitt verengen. Die Ablaufgeschwindigkeit nimmt ab, Speisereste bleiben hängen, und die Verstopfung ist perfekt.
Speisereste und Feststoffe. Kartoffelschaalen, Gemüsereste und Teigreste gelangen trotz Siebe in den Abfluss. Sie verfangen sich in den Fettablagerungen und beschleunigen die Verstopfung. In Großküchen, die täglich hunderte Mahlzeiten produzieren, ist das ein stetiges Problem.
Bakterielle Zersetzung. Ölreste, organisches Material und Feuchtigkeit schaffen ein Milieu, in dem Bakterien gedeihen. Ihre Zersetzungsprozesse erzeugen Schwefelwasserstoff und andere Gase -- genau das, was den charakteristischen Kanalgeruch verursacht. Bleiben die Leitungen ungespühlt, verschlimmert sich das Problem zusehends.
Fettabscheider: Die gesetzliche Pflicht für Gewerbeküchen
Jede Berliner Gewerbeküche, die mehr als 50 Mahlzeiten täglich produziert, braucht einen Fettabscheider. Für Betriebe mit weniger Mahlzeiten wird je nach Bezirk ein solcher Abscheider empfohlen oder vorgeschrieben. Die genauen Anforderungen ergeben sich aus dem Berliner Abwassersatzung.
Wie funktioniert ein Fettabscheider? Das Abwasser aus der Küche fliesst in den Apparat, wo sich die Fliessgeschwindigkeit verlangsamt. Da Fett leichter als Wasser ist, steigt es an die Oberfläche und wird in einer separaten Kammer zurückgehalten. Das vorbehandelte Abwasser fliesst weiter in die öffentliche Kanalisation.
Wer darf den Fettabscheider leeren? Zugelassene Entsorgungsfachbetriebe übernehmen diese Aufgabe. Das abgeschiedene Material gilt als tierischer Nebenerzeugnis der Kategorie 3 und muss nach der EU-Verordnung EG 1069/2009 entsorgt werden -- zwingend mit Dokumentation.
Intervalle für die Fettabscheiderleerung
- Kleine Küchen (unter 50 Mahlzeiten/Tag): Vierteljährlich leeren, wenn ein Abscheider vorhanden ist
- Mittlere Küchen (50 bis 200 Mahlzeiten/Tag): Monatlich leeren, bei starker Fettproduktion vierzehntägig
- Große Küchen (über 200 Mahlzeiten/Tag): Zwei- bis vierwöchentlich leeren, je nach Anfall
- Intensivbetriebe (Frittieren, Grillen): Wöchentlich oder nach Bedarf
Berlin-Spezifika für Abfluss und Fettabscheider
Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) überwachen die Einleitung von Abwasser aus Gewerbeküchen. Bei Verstoss gegen die Abwassersatzung drohen Buszgelder bis hin zur Sperrung des Kanalanschlusses.
Messstellen und Selbstkontrolle. Regelmassig müssen ortliche Betriebe mit Fettabscheider Selbstkontrollen durchführen und die Ergebnisse dokumentieren -- bei einer Kontrolle durch die BWB muss diese Dokumentation sofort vorgelegt werden können.
Praxisfall aus Berlin-Neukölln: Ein Restaurantbetrieb an der Sonnenallee hatte seinen Fettabscheider seit über acht Monaten nicht mehr leeren lassen. Bei einer Kontrolle der städtischen Wasserbetriebe stellte sich heraus, dass der Abscheider komplett verstopft war und Ölreste in die öffentliche Kanalisation gelangte. Die BWB verhängte ein Buszgeld von 10.000 Euro und ordnete eine sofortige Reinigung an.
Laut Erhebungen der Berliner Wasserbetriebe aus dem Jahr 2024 sind rund 35 Prozent der kontrollierten Gewerbeküchen in Berlin nicht normgerecht gewartet. Viele Betreiber verlassen sich auf die tägliche Heisswasserspülung, anstatt den Fettabscheider im vorgeschriebenen Rhythmus leeren zu lassen. Der Unterschied zwischen einer kostenpflichtigen Reinigung im vierstelligen Bereich und einem ordnungsgemäss gewarteten Abscheider liegt bei lediglich 150 bis 300 Euro pro Entleerung.
Weitere Informationen zur Küchenreinigung in Berlin finden Sie in unserem Leistungsangebot.
Häufige Fragen zur Abflussreinigung in Großküchen
Wie häufig sollten Abflüsse in einer Gewerbeküche gereinigt werden?
Siphons und Abläufe sollten täglich nach Schichtende gereinigt werden. Eine intensive Abflussreinigung mit Heisswasser und biologischem Reiniger empfehlen wir wöchentlich. Die Rohrleitungen sollten vierteljährlich maschinell gespühlt werden, um Ablagerungen zu entfernen.
Darf Fett über den Abfluss entsorgt werden?
Nein. Fett und Öl dürfen nicht in den Abfluss gelangen. Sie müssen über den Fettabscheider oder durch manuelle Entsorgung in dicht verschlossenen Behältern beseitigt werden. Bratfett darf niemals in den Ausguss gekippt werden, da es die Leitungen verstopft und die Kläranlage belastet.
Welches Reinigungsmittel ist am besten gegen Küchengerüche im Abfluss?
Biologische Abflussreiniger, die Bakterienkulturen enthalten, wirken am nachhaltigsten. Sie bauen organisches Material ab und stellen das biologische Gleichgewicht im Abfluss wieder her. Chemische Reiniger töten die Bakterien ab und beheben das Geruchsproblem nur vorübergehend.
Was kostet die Reinigung eines verstopften Küchenabflusses in Berlin?
Eine einfache Siphonreinigung kostet 80 bis 150 Euro. Eine maschinelle Rohrreinigung mit Hochdruckgerät kostet 200 bis 500 Euro, je nach Länge und Zugänglichkeit der Leitungen. Bei schweren Verstopfungen mit Kamerasimulation können Kosten von 500 bis 1.500 Euro entstehen.
Küchenreinigung in Berlin
Immo-Clean GmbH reinigt Abflüsse und Fettabscheider in Berliner Gewerbeküchen. Maschinelle Rohrsäuberung, biologische Abflusspflege und Fettabscheiderleerung aus einer Hand.
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